Unser Leitbild

vereinbart im Orga-Team der Wandelwoche Hamburg, Stand: 1. Mai 2017

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1. Unser Anliegen
Für ein gutes Leben für alle setzen wir auf eine solidarisch organisierte Wirtschaft, die den Menschen dient, statt auf eine Wirtschaft, der die Menschen dienen müssen. Dies möchten wir als reale Möglichkeit erlebbar machen und eigenes Handeln erleichtern.
2. Unsere Idee
Wir organisieren eine Veranstaltungswoche für Menschen, die nach ökonomischen Lebensweisen und Alltagslösungen suchen, die menschen- und naturgerecht sind. Wir bündeln und vernetzen dazu Projekte und Ideen, die sich in der Wandelwoche vorstellen und Angebote einbringen, die zum Handeln anregen.
3. Unsere Werte
Wir legen Wert auf konstruktive Kooperation, offenen, humor- und respektvollen Umgang sowie auf eine bereichernde Einbeziehung vielfältiger Perspektiven und Lebenserfahrungen jeder Herkunft. Selbstbestimmung und gemeinschaftliches Handeln möchten wir miteinander verbinden, um gleichermaßen ein gutes Leben für alle zu ermöglichen und die ökologischen Lebensgrundlagen zu erhalten.
4. Unser Ansatz
Den Schwerpunkt der Wandelwoche bilden praxisbezogene Angebote, die zum Mit- und Nachmachen anregen. Theoriebezogene Angebote der Wandelwoche beziehen sich auf diese Praxisangebote und zeigen ihre übergeordnete Bedeutung auf. Themenfelder helfen dabei, sich gemäß eigener Interessen zu orientieren, verschiedene Perspektiven zu verknüpfen und mehr Menschen mit ihren konkreten Alltagsbedarfen zu erreichen.
5. Unsere Perspektive
Wir verstehen uns als Multiplikator*innen der Ideen und Projekte der Postwachstums- bzw. Degrowth-Bewegung und orientieren uns daher vor allem an diesen Perspektiven (s. https://www.degrowth.de/de/was-ist-degrowth/). Sie dienen uns auch als Kriterien für die Auswahl von Angeboten der Wandelwoche.
1. Eine Orientierung am guten Leben für alle. Dazu gehören Entschleunigung, Zeitwohlstand und Konvivialität.
2. Eine Verringerung von Produktion und Konsum im globalen Norden, eine Befreiung vom einseitigen westlichen Entwicklungsparadigma und damit die Ermöglichung einer selbstbestimmten Gestaltung von Gesellschaft im globalen Süden.
3. Ein Ausbau demokratischer Entscheidungsformen, um echte politische Teilhabe zu ermöglichen.
4. Soziale Veränderungen und Orientierung an Suffizienz, statt bloßen technologischen Neuerungen und Effizienzsteigerung, um ökologische Probleme zu lösen. Wir betrachten die These von der Möglichkeit der absoluten Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch als historisch widerlegt.
5. Regional verankerte, aber miteinander vernetzte und offene Wirtschaftskreisläufe.
6. Unsere Arbeitsweise
Als Orga-Team der Wandelwoche haben wir uns gefunden, weil wir die Wandelwoche möglich machen möchten. Wir stellen das Programm zusammen, vernetzen die interessierten Partner*innen und schaffen die Grundlagen für die öffentliche Verbreitung. Für die Veranstaltungen während der Wandelwoche setzen wir auf die Angebote der Menschen und Initiativen, die sich mit der Idee der Wandelwoche identifizieren. Dabei möchten wir auf Basisdemokratie, Geschlechtergerechtigkeit, freien Wissenszugang, Nicht-Kommerzialität und ökologische Kriterien achten.
7. Unsere Partner*innen
Wir sind offen, mit Menschen und Initiativen zusammenzuarbeiten, die unsere Werte teilen und sich entweder mit Angeboten zur Wandelwoche einbringen möchten, die unseren thematischen Perspektiven entsprechen (s. ‚Unsere Perspektive‘), oder sich mit Zeit-, Sach- oder Geldspenden beteiligen. Dabei möchten wir jedoch unsere Unabhängigkeit von Parteiinteressen, staatlicher Politik und Verwaltung sowie von profitorientierten Interessen wahren.